Geografische Lage und Einwohner

Tespe liegt direkt am Südufer der Elbe, die Niedersachsen von Schleswig-Holstein trennt. Der Ort und die Gemeinde Tespe gehören zur Samtgemeinde Elbmarsch, die im Dreieck der Städte Lüneburg, Winsen/Luhe und Geesthacht liegt. Die Entfernung zur Stadtgrenze von Hamburg, die nordwestlich von Tespe liegt, beträgt ca. 20 Kilometer. Gute Einkaufsmöglichkeiten bietet ein E aktiv-Supermarkt an der Lüneburger Straße 115 (Entfernung ca. 1,5 km, siehe Karte).

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Ein kurzer Blick in die Geschichte

Tespe und Avendorf fanden erstmals im Jahr 1230 im Ratzeburger Zehntregister Erwähnung. Die Elbdörfer von Obermarschacht bis Bleckede wurden als Lösegeld für den gefangenen Herzog Otto, einen Verwandten des Herzogs von Braunschweig/Lüneburg, 1228 an Lauenburg abgegeben. Bütlingen blieb bei Lüneburg. 1815 wurde die Elbe wieder zur Grenze zwischen Lauenburg und Lüneburg und so wurde Lüneburg als Kreisstadt Anziehungspunkt für Tespe, Avendorf und Bütlingen. Kurz nach der Jahrhundertwende fing man mit dem Straßenbau an. Omnibuslinien wurden eingerichtet und Bahnlinien gebaut. Auch auf der Elbe wurde von Lauenburg aus mit Dampfern eine Linie nach Hamburg und in Gegenrichtung für Personen und Frachtverkehr in Betrieb genommen. Der damaligen Zeit entsprechend war die Elbmarsch verkehrsmäßig relativ erschlossen. Zwei große Kriege zerstörten viel von dem, was hoffnungsvoll begonnen hatte.

Das Tesper Wappenhaus

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Das ehemals Brandesche Haus ist heute im Besitz der Gemeinde Tespe. Die Inschrift über dem Tor ist einer hilfreichen Tochter gewidmet. Den hochbetagten Bergmanns - er war 80 und sie einige Jahre älter - raubte ein Brand alles Hab und Gut. Sie hatten aber eine Tochter, die an einem anderen Ort in Diensten stand. Diese Stelle gab sie auf und ging zurück zu ihren Eltern, die sie in einer Scheune fand. Sie brachte sie in ein nahe gelegenes Haus und versprach, für alles Notwendige zu sorgen. Neben der Pflege der Eltern die jetzt bettlägerig waren, arbeitete sie und verdiente so den Lebensunterhalt für die ganze Familie. Diese Fürsorge des Mädchens wurde durch öffentliche Blätter bekannt und bald liefen von allen Seiten, auch von der Landesregierung, ansehnliche Gaben ein. Ein neues Haus wurde gebaut. Gleich nach dem Einzug in ihr neues Heim verstarben die Eltern an der Ruhr. Einige Wochen später starb auch Dorothea Bergmann an der gleichen Krankheit. Ihr zum Gedenken wurde die Inschrift angebracht.